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Karadikkal
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| Karadikkal - eine Schulfarm
in Süd-Indien e.V. |
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| Informationen
über die Schule
Die Sri Meenakshi School, inzwischen Girls' Higher Secondary
School, im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu bietet zur
Zeit 409 Schülerinnen (davon 165 Internatsschülerinnen) aus
bedürftigen Familien die Möglichkeit einer Mittelschulausbildung
(Klasse 6-10), seit vier Jahren kann man dort auch die 11.+12.
Klasse besuchen.
Wie entstand die Schule?
Die indische Wohltätigkeitsorganisation Balar Illam (" Heim
fürKinder) kaufte 1987 in Karadikkal, 25 km westlich der Stadt
Madurai, ein 13,5 ha großes Farmgelände. Darauf befindet sich
die Schule, die das EGM seit 1989 unterstützt. Durch zahlreiche
Initiativen unserer Schüler (Basare, Rockkonzerte, St. Martinssingen
u.v.a.), aber auch durch die Übernahme von Partenschaften
der Eltern und Lehrer sind seitdem über
45000 € an Spendengeldern eingenommen worden! |
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Wie
unterstützen wir die Schule?
Seit 1994 überweisen wir der Schule Geld für die Versorgung
50 zusätzlicher Heimschülerinnen. Waren 1993 noch 100 DM jährlich
ausreichend dafür so ist dieser Betrag inzwischen auf etwa 72
€ jährlich gestiegen. Im Januar 2003 konnte die Summe von 4000
€ überwiesen werden, die in Form von 209.000 Rupien in Indien
ankam. Davon plant der Schulleiter Mr. Pandi zusätzlich den
Kauf einer großen Batterie, damit die Mädchen auch bei Stromausfall
genug Licht haben um z.B. abends zwischen 6 p.m. und 8 p.m.
zu lernen, sowie den Bau von drei zusätzlichen Latrinen am Heimgebäude,
das zur Zeit mit 165 Schülerinnen voll ausgelastet ist. |
| Die
Versorgung der Schule
Die ersten 20.000 DM aus Meinerzhagen flossen zwischen 1989
und 1993 in die Einrichtung einer Tropfenbewässerungsanlage,
durch die inzwischen 350 Kokospalmen und 50 Mangobäume auf
dem zur Schule gehörenden Farmgelände bewässert werden. Nur
durch diese wassersparende Bewässerungsmethode ist es trotz
der Wasserknappheit in den Monaten von Januar bis Juni überhaupt
möglich, diese Bäume anzupflanzen. Die Farmerträge sind inzwischen
so hoch, dass davon der Unterhalt von 50 Heimschülerinnen
gedeckt werden kann (= d.h. einfaches Essen aus Reis und Gemüse;
Schulmaterialien). Außer den Bäumen (neben Palmen und Mangos
auch einzelne Cashew-Nuss-, Lemon- und auch Teakbäume) werden
Felder mit Gemüse bebaut. Im April zum Beipiel werden Tomaten,
Brinjals (eine Auberginenart) und "Ladyfinger" (=Okra) geerntet,
auch eine Bananenpflanzung trägt Früchte, die je nach Reifegrad
als Gemüse oder Obst selbst genutzt oder auf dem Markt verkauft
werden. Die Zahl der Kühe hat man zuletzt reduziert, um Milch
für den Markt zu produzieren ist die Schulfarm Karadikkal
zu abgelegen. |
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| Zwei Pädagogen als gnadenlose
Ausbeuter |
| Jedes Jahr veranstalten die beiden Lehrer Rainer
Augustin und Rolf Heiche einen Erfahrungskurs für die fünften
Klassen zum Thema Karadikkal. Unter "menschenwürdigen" Bedingungen
lassen die beiden Pädagogen die Kinder auf Knien in feucht-matschiger
Umgebung hartes sauerländisches Gestein zerkleinern. Durch diesen
Projekttag soll den Schülern und Schülerinnen die Inhumanität
der Kinderarbeit in Indien nähergebracht werden. Doch was hier
am "Steinbruch" Bamberg mit Schutzbrillen, mit relativ vernünftigem
Werkzeug und nur eine Stunde vonstatten geht, macht ja noch
Spaß. Zumal der Unterricht für diese Zeit ausfällt und man "nach
Feierabend" wieder tun und lassen kann was man will. |
| Jedes Jahr veranstalten die beiden Lehrer Rainer Augustin
und Rolf Heiche einen Erfahrungskurs für die fünften Klassen
zum Thema Karadikkal. Unter "menschenwürdigen" Bedingungen lassen
die beiden Pädagogen die Kinder auf Knien in feucht-matschiger
Umgebung hartes sauerländisches Gestein zerkleinern. Durch diesen
Projekttag soll den Schülern und Schülerinnen die Inhumanität
der Kinderarbeit in Indien nähergebracht werden. Doch was hier
am "Steinbruch" Bamberg mit Schutzbrillen, mit relativ vernünftigem
Werkzeug und nur eine Stunde vonstatten geht, macht ja noch
Spaß. Zumal der Unterricht für diese Zeit ausfällt und man "nach
Feierabend" wieder tun und lassen kann was man will. |
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Ebenfalls kann man hier am eigenen
Leib nachvollziehen, was es heißt, in brütender Hitze ohne
jeglichen Schutz das zu erarbeiten, was eine Familie in Karadikkal
für eine Mahlzeit machen muss. Die schwere Arbeit der Meinerzhagener
Schülerinnen und Schüler wird aber auch mit 0,30 Rupien belohnt.
Dann müssen sie sich in eine Lohnliste eintragen
und ihre Abrechnung mit einem Fingerabdruck unterschreiben.
Im Inneren des Schulgebäudes kann man dann das verdiente Geld
für Reis und Linsen ausgeben. Nach dieser verbrachten Leistung
der Schülerinnen und Schüler werden Dias und Videofilme gezeigt,
die dokumentieren, dass sich das spielerische Tun der Gymnasiasten
bei weit weniger angenehmen Bedingungen in Indien durchaus
in der Realität abspielt. Zum Schluss werden viel eindrucksvolles
Bildmaterial ausgewertet, und das aufzeigt, wie wichtig der
Zugang zu Bildung ist, wie ihn die Meinerzhagener Partnerschule
im südindischen Karadikkal bereitstellt.
Ein Beispiel
Pandiyammal haben Rainer Augustin und Rolf Heiche während
ihres ersten Aufenthaltes in den Osterferien 1993 kennengelernt,
zusammen mit einer Freundin brachte sie Ihnen frische Blumenblüten
ins Zimmer [oberes Foto rechts]. Während ihres zweiten Aufenthaltes
1997 machte Pandiyammal [2. Foto in weißer Bluse mit roten
Punkten] gerade mit ihren 28 Mitschülerinnen der 10. Klasse
die gefürchtete Abschlußprüfung; ihre Freundin war nicht mehr
an der Schule sondern als 8. Klässlerin verheiratet worden.
Alle 10. Klässler des indischen Bundesstaates Tamil Nadu [in
dem immerhin etwa so viele Kinder und Jugendliche wohnen wie
in Deutschland], schreiben an diesem Tag die gleiche, zentral
gestellte Abschlußprüfung in Tamil, Englisch, Mathematik und
Naturwissenschaften. |
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Vom Schulleiter, Mr Pandi, wissen wir, dass Pandiyammal
die zweitbeste der Klasse war, [in indischen Schulen wird es
als ganz normal empfunden, die Schülerinnen nach ihrer Leistung
in eine Rangordnung einzustufen], so hat sie diese Prüfung gut
bestanden. Von Mr Pandi wissen wir ebenfalls, dass Pandiyammal
Waise ist, für ihre Erziehung ist ihr Großvater zuständig. |
| Er hat sein Einverständnis dafür
gegeben, dass Pandiyammal als Zweitbeste ihres Jahrgangs mithilfe
eines Stipendiums der Wohltätigkeitsorganisation Balar Illam
auf eine weiterführende Schule gehen kann, um die Oberstufe
zu absolvieren und ihr Abitur zu machen. Dafür musste sie
die 11.+ 12. Klasse an einer Schule in Tirumangalam, einer
12 km südlich gelegenen Stadt, besuchen [heute könnte sie
dafür auf der Farm in Karadikkal bleiben]. Wie Rainer Augustin
bei seinem Besuch Ostern 2003 erfuhr hat Pandiyammal inzwischen
ein nursery colleg absolviert und ist Krankenschwester geworden.
Pandiyammal ist eine von 50 Schülerinnen, deren
Schulbesuch in den vergangenen Jahren auch durch Eure / Ihre
Spendengelder ermöglicht wurde. Sie hat damit eine einmalige
Chance erhalten um mehr aus ihrem Leben zu machen und hat
diese Chance genutzt. Allen Spendern, die Mädchen wie Pandiyammal
durch ihre Spenden für Karadikkal geholfen haben oder in Zukunft
helfen werden, an dieser Stelle herzlichen Dank!
Die Patenschaft für ein Mädchen
und ein Schuljahr kostet 72 €,
Spendenkonto Karadikkal Nr. 1188 444 600, Volksbank Meinerzhagen,
BLZ 45861617 |
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