| Zum Beispiel durch verläßliche
und überzeugende pädagogische Arbeit, die sich bewußt
den Kindern und Jugendlichen zuwendet. Sie wollen Schülerinnen
und Schülern helfen, ihre Bestimmung als Mensch zu finden
und zu verwirklichen. Der Bezug auf das Evangelium und das Menschenbild
der Bibel hilft dabei Schülern und Lehrern zu größerer
innerer Unabhängigkeit und Freiheit. |
Und diese Unabhängigkeit wiederum hilft
gegen Orientierungslosigkeit und Resignation. „Wozu lebe
ich - und wozu sollte ich lernen?”: In evangelischen Schulen
weicht man solchen Fragen nicht aus. Hier wird der Versuch unternommen,
zusammen zu praktizieren, was zusammen gehört: Unterricht
sollte immer erziehend und Erziehung immer auch bildend sein.
Darin besteht die Chance, daß Lernen für Jugendliche
den Sinn erschließt, nach dem viele suchen. |
| Warum
Kirche Schule macht
Mit ihren Schulen geben die Kirchen eine spezifische Antwort
auf die Notwendigkeit des Menschen, erzogen zu werden, und
der sich daraus ergebenden Frage, was Erziehung leisten muss.
Religion und Glaube, und damit auch Kirche, erweisen sich
nach christlicher Überzeugung als notwendige Grundbestand-teile
menschlich geführten Lebens und verantworteter Erziehung.
Die Erzählungen vom Leben
und der Unterricht
Die Erzählung von der Schöpfung, die Botschaft von der Erlösung
und die Erzählung von der Zukunft Evangelische Schulen nehmen
diese Erzählung vom Menschen und der Schöpfung Gottes auf,
indem sie die Fragen nach dem Sinn des Lebens, nach Woher
und Wohin des Menschen und wozu die Dinge um uns herum sind
in ihren Unterricht einbeziehen.
Woher nehmen wir das Vertrauen?
Evangelische Schulen behaupten nicht, dass die christliche
Tradition die einzige sachangemessene Grundlage für die Begründung
erzieherischen Handelns ist. Wer aber diese Tradition nicht
als Grundlage seines pädagogischen Denkens annehmen kann,
wird vor der Frage stehen, wo er selber Zuversicht und Vertrauen
für die Erziehung von jungen Menschen findet.
Häuser des Lernens
Kirchliche Schulen wollen daher Räume sein, in denen sich
fachliche Qualifikation und menschliche Bildung gegenseitig
ergänzen. Junge Menschen wachsen über Lehren und Erziehen,
Erfahren und Begegnen in ihre Aufgaben als Menschen in unserer
Gesellschaft hinein. Dabei wird in ihren Schulen Kirche von
den Jugendlichen als kompetenter Gesprächspartner erlebbar. |
Häuser
der Erziehung
Kirchliche Schulen wollen daher von einem christlichen, einem
evangelischen Menschenbild her erziehen. Wissend, dass man
zum Glauben nicht erziehen kann, wollen sie bei den Schülern
die Fragen nach Glaube und Gott wecken und wachhalten.
Häuser der Erfahrung
Schüler sollen über die Vermittlung gründlicher Kenntnisse
hinaus auf das Leben vorbereitet werden. Dabei geht es nicht
nur um die Beschreibung des Lebens, so wie es ist, sondern
auch um die Vermittlung eines Bildes von Leben, wie es sein
und werden könnte.
Häuser der Begegnung
Schule soll Räume für Begegnen und Verstehen bereitstellen.
Toleranz kann nur von einem eigenen Standpunktes aus gelebt
werden. Die Weite christlichen Glaubens ist für erfahrbare
und lebbare Toleranz eine tragfähige Wurzel.
Unterrichten im christlichen
Aufmerksamkeitshorizont
Es geht um die Klärung der Fragen nach dem Sinn des Lebens,
nach Woher und Wohin des Menschen und wozu die Dinge um uns
herum sind, also um Bildung und damit um die Vorbereitung
zur Übernahme von Verantwortung. |