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Warum gibt es evangelische Schulen in der EKvW?
Und was ist das Besondere an ihnen?

 
Diese Schulen gibt es, weil viele Menschen - Eltern genauso wie Schülerinnen und Schüler - Vertrauen in sie setzen und den eigenen Bildungsauftrag der evangelischen Kirche bejahen. Und evangelische Schulen sind natürlich bestrebt, dieses Vertrauen zu bestärken.
Zum Beispiel durch verläßliche und überzeugende pädagogische Arbeit, die sich bewußt den Kindern und Jugendlichen zuwendet. Sie wollen Schülerinnen und Schülern helfen, ihre Bestimmung als Mensch zu finden und zu verwirklichen. Der Bezug auf das Evangelium und das Menschenbild der Bibel hilft dabei Schülern und Lehrern zu größerer innerer Unabhängigkeit und Freiheit. Und diese Unabhängigkeit wiederum hilft gegen Orientierungslosigkeit und Resignation. „Wozu lebe ich - und wozu sollte ich lernen?”: In evangelischen Schulen weicht man solchen Fragen nicht aus. Hier wird der Versuch unternommen, zusammen zu praktizieren, was zusammen gehört: Unterricht sollte immer erziehend und Erziehung immer auch bildend sein. Darin besteht die Chance, daß Lernen für Jugendliche den Sinn erschließt, nach dem viele suchen.
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Warum Kirche Schule macht
Kurzform des Schulprospekts der Schulen in Trägerschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen. Den Prospekt können Sie in der Schule oder beim Landeskirchenamt in Bielefeld anfordern.
Warum Kirche Schule macht
Mit ihren Schulen geben die Kirchen eine spezifische Antwort auf die Notwendigkeit des Menschen, erzogen zu werden, und der sich daraus ergebenden Frage, was Erziehung leisten muss. Religion und Glaube, und damit auch Kirche, erweisen sich nach christlicher Überzeugung als notwendige Grundbestand-teile menschlich geführten Lebens und verantworteter Erziehung.

Die Erzählungen vom Leben und der Unterricht
Die Erzählung von der Schöpfung, die Botschaft von der Erlösung und die Erzählung von der Zukunft Evangelische Schulen nehmen diese Erzählung vom Menschen und der Schöpfung Gottes auf, indem sie die Fragen nach dem Sinn des Lebens, nach Woher und Wohin des Menschen und wozu die Dinge um uns herum sind in ihren Unterricht einbeziehen.

Woher nehmen wir das Vertrauen?
Evangelische Schulen behaupten nicht, dass die christliche Tradition die einzige sachangemessene Grundlage für die Begründung erzieherischen Handelns ist. Wer aber diese Tradition nicht als Grundlage seines pädagogischen Denkens annehmen kann, wird vor der Frage stehen, wo er selber Zuversicht und Vertrauen für die Erziehung von jungen Menschen findet.

Häuser des Lernens
Kirchliche Schulen wollen daher Räume sein, in denen sich fachliche Qualifikation und menschliche Bildung gegenseitig ergänzen. Junge Menschen wachsen über Lehren und Erziehen, Erfahren und Begegnen in ihre Aufgaben als Menschen in unserer Gesellschaft hinein. Dabei wird in ihren Schulen Kirche von den Jugendlichen als kompetenter Gesprächspartner erlebbar.

Häuser der Erziehung
Kirchliche Schulen wollen daher von einem christlichen, einem evangelischen Menschenbild her erziehen. Wissend, dass man zum Glauben nicht erziehen kann, wollen sie bei den Schülern die Fragen nach Glaube und Gott wecken und wachhalten.

Häuser der Erfahrung
Schüler sollen über die Vermittlung gründlicher Kenntnisse hinaus auf das Leben vorbereitet werden. Dabei geht es nicht nur um die Beschreibung des Lebens, so wie es ist, sondern auch um die Vermittlung eines Bildes von Leben, wie es sein und werden könnte.

Häuser der Begegnung
Schule soll Räume für Begegnen und Verstehen bereitstellen. Toleranz kann nur von einem eigenen Standpunktes aus gelebt werden. Die Weite christlichen Glaubens ist für erfahrbare und lebbare Toleranz eine tragfähige Wurzel.

Unterrichten im christlichen Aufmerksamkeitshorizont
Es geht um die Klärung der Fragen nach dem Sinn des Lebens, nach Woher und Wohin des Menschen und wozu die Dinge um uns herum sind, also um Bildung und damit um die Vorbereitung zur Übernahme von Verantwortung.