Schulleben > Suchtprophylaxe

Warum Suchtvorbeugung ?

Legale wie illegale Drogen sind heute grundsätzlich überall erreichbar - auch für Kinder und Jugendliche. Der Märkische Kreis ist in dieser Hinsicht keine Idylle. Wer die Situation realistisch sieht, weiß, dass eine "heile Welt" weder mit intensiven Strafverfolgungsmaßnahmen, noch mit Aufklärungskampagnen, die bewusst auf Abschreckung zielen, herstellbar ist. Auch Verbote, bestimmte Partys oder vermeintlich berüchtigte Lokalitäten zu besuchen, können letztlich niemanden schützen. Oft werden Jugendliche sogar in einem vertrauten Kreis mit illegalen oder legalen Drogen konfrontiert. In diesem Moment muss der/die Betroffene alleine eine wichtige Entscheidung treffen: Er/Sie soll zur Droge "NEIN" sagen können. An diesem Punkt setzt die Arbeit der Suchtprophylaxe an. Je besser eine Person auf den Moment vorbereitet ist, in dem sie diese Entscheidung treffen muss, desto wahrscheinlicher wird sie in der Lage sein, "Nein" sagen können.

 

Schülerseminare in Klasse 8

Seminar im Februar 2011

Jedes Frühjahr nehmen die Klassen der Stufe 8 an den Suchtprophylaxe-Seminaren des EGM teil. Die Schülerinnen und Schüler werden hier über Alkohol, Drogen, Medien und Co. informiert und und lernen, warum bestimmte Stoffe, Verhaltensweisen und Umweltfaktoren Suchtpotential in sich bergen.

Herr Dangendorf und Herr Schwarz vermitteln in diesen Seminaren den Schülerinnen und Schülern, dass Sucht ein alltägliches Problem sein kann und sich keinesfalls nur auf die altbekannten und gefürchteten illegalen Drogen wie Heroin, LSD oder Kokain beschränkt. Es ist vielmehr ein Phänomen, dem sich nahezu jeder früher oder später zu stellen hat, angefangen beim eigenen Süßigkeitenkonsum, über den Umgang mit Medien bis hin zur Einschätzung des Umgangs mit Alkohol- bzw. Tabakwaren.

Dass Suchtgefährdung unweigerlich mit der eigenen Persönlichkeit zusammenhängt, soll an einem solchen Seminartag über verschiedene Zugänge wie z.B. Assoziationsspiele, Erfahrungsberichte eines Betroffenen, Beantworten eines Persönlichkeitsfragebogens u.A. bewusst gemacht werden.